Die Schieflage von offenen, partizipativen Formaten
Das große Versprechen von offenen Formaten lautet: Sie senken die Hürden für den Zugang. Die gute Nachricht lautet: Das stimmt. Es gibt viele Beispiele, dass Gruppen und Themen bei Veranstaltungen wie Barcamps oder Materialien wie OER auf die Agenda gelangen, die mehr Vielfalt repräsentieren als bei traditionellen Gate-Keeper-Situationen wie Konferenz- oder Verlagsformaten. Die schlechte Nachricht: Manche profitieren davon deutlich mehr als andere Gruppen. These: Es profitieren diejenigen Akteure stärker von gesenkten Hürden, die auch bisher schon über Startvorteile verfügten. Die zusätzlichen Möglichkeiten werden überproportional stark von den „ohnehin lauten“ Akteuren genutzt. Ein Beispiel: Männer.
Grafik aus den Folien zum Vortrag „Der Foliensatz „Heads Ups, hier kommt der Mainstream! Wie OER sich in die Breite schleicht und welche falschen Grundannahmen wir dabei beerdigen müssen“ | CC0 via https://joeran.de/20230426/
Donnerstag, 2.4.2020. Eine häufige Frage bei regelmäßigen Barcamps wie EduCamps oder OERcamps lautet: „Treffen sich da nicht immer die gleichen Leute? Ist das eher ein Klassentreffen und für Newbies nicht geeignet?“ Wir haben bei den OERcamps mal genau in die Zahlen geschaut. Und im Video spekuliere ich über zwei Ursachen für die beschriebene Wahrnehmung. Gespräche bei einem OERcamp (Foto von Christopher Dies / OERcamp18 unter CC BY 4.0)
It’s a book! Im Oktober 2019 erscheint bei Beltz das Buch „Barcamps & Co. Peer to Peer-Methoden für Fortbildungen“ von Jöran Muuß-Merholz. Es wird gleich zwei Gelegenheiten geben, zu denen wir das Buch vorstellen (und ein Stück weit auch feiern).