Die 4Ks – Beliebig oder bahnbrechend?

Jöran Muuß-Merholz hat für die PÄDAGOGIK die 4K-Skills grundsätzlich und konkret beschrieben.
Die „4Ks“ umfassen vier Fähigkeiten, die mit dem Buchstaben K beginnen: Kreativität, kritisches Denken, Kommunikation und Kollaboration. So weit, so einfach. Aber über jede Konkretisierung darüber hinaus existiert – vor allem in der deutschsprachigen Debatte – wenig Einigkeit. Vielmehr findet man zur Ausgestaltung der vier Fähigkeiten sowie zu ihrer Einbettung in einen größeren Rahmen ein buntes Mosaik an Konzepten, Interpretationen und Meinungen. Nichtsdestotrotz inspirieren die 4Ks sowohl in theoretischen Diskussionen als auch in der Praxis das WIE und das WAS des schulischen Lernens.



Imagine: Menschen tun sich zusammen, um sich über ein großes Werk unserer Kultur auszutauschen, sagen wir mal: Goethes Faust. Jugendliche und Erwachsene arbeiten aus eigenem Antrieb und mit großem Engagement. Sie erstellen ausführliche Interpretationen und Analysen, diskutieren ihre Auffassungen und verhandeln unterschiedliche Standpunkte. Sie kollaborieren bei der Erstellung anspruchsvoller und umfassender Publikationen, produzieren ausführliche Texte, Radiosendungen, Videos und Websites. Ihre Zusammenarbeit überwindet geographische Grenzen und sprachliche Unterschiede. Ihre Ergebnisse werden alleine aufgrund des Inhalts beurteilt, unabhängig von Geschlecht, Alter oder akademischen Graden.