Sollten Kinder in Schulen „arbeiten“?
Jörans Kolumne aus der PÄDAGOGIK

Ich arbeite nicht in einer Schule. Ich bin nur gelegentlich dort zu Gast. Man könnte in meinem Fall also sagen: „Ich besuche eine Schule.“ Allerdings verbinden wir die Formulierung vom „SchulBESUCH“ in erster Linie mit den Schüler:innen, die Tag für Tag, Jahr für Jahr in der Schule sind. (Ist es nicht kurios, dass wir dann sagen, dass Kinder und Jugendliche die Schule „besuchen“? Sind sie nur zu Besuch gekommen – und nicht, um zu bleiben? Sollten Schüler:innen nicht vielmehr in der Schule „zuhause“ sein?)
Zurück zum Ausgangspunkt: Ich bin also häufig in Schulen zu Gast. Weil ich Schulpraxis immer nur kurz, dafür aber an verschiedenen Orten erlebt, werde ich manchmal gefragt: „Was macht für Dich eine gute Schule aus, woran erkennst Du die?“ Die seriöse Antwort lautet natürlich: „Ich sollte mich hüten, alleine aufgrund von anekdotischen Momentaufnahmen ein Urteil zu fällen.“ Das wäre an dieser Stelle aber langweilig, daher möchte ich eine Antwort ergänzen, die klein, fein, oberflächlich, subjektiv und unwissenschaftlich ist.

