Wenn Schüler*innen von „Arbeiten“ sprechen …
„Was macht für Dich eine gute Schule aus, woran erkennt man die?“ Auf diese Frage habe ich eine kleine, feine, oberflächliche, subjektive, unwissenschaftliche Antwort.

„Was macht für Dich eine gute Schule aus, woran erkennt man die?“ Auf diese Frage habe ich eine kleine, feine, oberflächliche, subjektive, unwissenschaftliche Antwort.

Sonntag, der 22.3.2020. Im Horizon Report wird jährlich die Zukunft des Lernens und Lehrens mit neuen Technologien vorhergesagt . Im Lichte der Coronakrise wirken die Prognosen plötzlich irgendwie „daneben“. Alltagsmedien wie WhatsApp, Dropbox und E-Mails erweisen sich als die wahren Killer-Applications. Was wird davon bleiben?

Es gibt zwei verbreitete Bilder, mit denen das Thema „Lernen mit digitalen Medien“ in der Schule visualisiert wird. Das erste, schon etwas ältere Bild zeigt Tischreihen mit Computern darauf. Schüler sitzen dahinter in Reih und Glied, alle bedienen ihren PC. Das Setting erinnert an die Sprachlabore der 1970er und 1980er Jahre. Dieses Bild steht für die alte Schule mit uniformen Schülern und instruktionistischer Lehre.
2019 sieht man häufiger ein neues Bild. Darauf liegen Schüler in bunten Sitzsäcken oder sitzen auf würfelartigen Hockern. Auf den Knien bedienen sie ein iPad. Dahinter steckt das Versprechen der Individualisierung durch digitale Medien. Jeder Lernende hat ein für sich maßgeschneidertes Lernangebot, kann sich also auch einen individuellen Lernort aussuchen.

Digitale Medien können ein Katalysator für progressive Pädagogik sein oder ein traditionelles Bildungsverständnis verstärken. Für die Bildung des 21. Jahrhunderts braucht es aber neben einem mächtigen Verstärker vor allem eine Verständigung über die richtige Ausrichtung.

In einem Essay in der aPuZ habe ich die grundlegende Frage erörtert, was mit dem digitalen Wandel in der Bildungswelt verstärkt wird – und was wir eigentlich verstärken wollen.

Der folgende Artikel von Jöran Muuß-Merholz erschien 2017 im Magazin Schulbau (Artikel als PDF). Der Schwerpunkt #Schule lässt sich auch auf andere Bildungseinrichtungen übertragen, beispielsweise auf Bibliotheken, wo Diskussionen unter dem Schlagwort „Bibliotheken als Dritte Orte“ geführt werden. Der Text war Grundlage der Vorträge bei der Schulbau-Messe in Hamburg am 8.2.2018 und beim Goethe-Institut am 21.2.2018.



Das folgende Video von Apple über den „Knowledge Navigator“ zeigt, wie ein digitaler Assistent mit künstlicher Intelligenz beim Lernen und Arbeiten unterstützt. Es trifft ziemlich genau das, was wir uns 2017 mit Siri, Alexa oder Google Assistant für die nahe Zukunft gut vorstellen können. Es ist die Bündelung von Technologien, die eigentlich™ schon da sind. Das Bemerkenswerte: Das Video ist bereits 30 Jahre alt!
Jöran hat eine neue Podcast-Reihe – und hier kommt die erste Episode! Ich war in der sehr spannenden School 21 in London, seht hört selbst!