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Schulentwicklung

Die stille Revolution im digitalen Fahrwasser

Foto: Pascal Fieseler, Agentur J&K

Jörans Kolumne aus der PÄDAGOGIK

Es gibt eine stille Revolution, die sich im Fahrwasser der großen Veränderungen der letzten Jahre entwickelt hat. Sie findet wenig Beachtung, weil unsere Aufmerksamkeit auf die großen Schiffe gerichtet war und ist – auf Inklusion, auf Geflüchtete, auf Digitalisierung, auf Corona. Dennoch geht es um eine mächtige Entwicklung, welche Schulen als Organisation und die Professionalität ihres Personals nachhaltig verändert.

Es geht um das Lernen der Lehrenden. Damit meine ich Fort- und Weiterbildung, Personal- und Schulentwicklung, Communities of Practice und lernende Organisationen – viele große Begriffe, und doch bringt keiner den Kern der Sache auf den Punkt.

Die größte Herausforderung für alle Schulen

Foto: Pascal Fieseler, Agentur J&K

Jörans Kolumne aus der PÄDAGOGIK

„Welche ist die größte Herausforderung, die in Ihrer Schulentwicklung derzeit ansteht?“ Das frage ich gerne, wenn ich für Vorträge in Schulen zu Gast bin. Die Antworten sind vielfältig, und es gibt Konjunkturen. Vor ein paar Jahren dominierten die Schlagworte Inklusion, Individualisierung und Binnendifferenzierung, ab 2015 verstärkt mit der Aufgabe, Schüler*innen mit Fluchterfahrungen zu unterstützen. An vielen Orten geht es um die inneren Umbauten, die aus äußeren Vorgaben folgen, beispielsweise nach Umstellungen im Schulsystem. In den letzten Jahren werden zunehmend gesellschaftliche Themen genannt: Klimakrise, Fake News, Rechtsruck oder auch Qualifizierung für eine sich ändernde Arbeitswelt. An manchen Schulen stehen große selbstgestellte Baustellen im Vordergrund, z.B. eine Etablierung von Teamwork, jahrgangsübergreifendes Lernen oder Schulcurricula mitsamt eigener Unterrichtsmaterialien.

Projekt #ReMoodle – Materialien für die Öffnung der Kurslogik von Moodle

Moodle ist in Schule, Hochschule und Weiterbildung weit verbreitet und eine unverzichtbare offene Infrastruktur für Lehren und Lernen. Gleichzeitig wird Moodle in der Praxis sehr häufig in einer klassischen Kurslogik genutzt: Linear, stark durch die Lehrkraft geführt und orientiert an vorgegebenen Lernpfaden. Diese Struktur hat ihren Wert, doch sie verdeckt oft das Potenzial für offene, kollaborative und selbstgesteuerte Lernformen, die ebenfalls mit Moodle möglich sind.

Bild von Axolotty, dem ReMoodle-Maskottchen. Entstanden beim Nachdenken über die Zielgruppe von ReMoodle.
Grafik erstellt mit ChatGPT am 10.10.2025, Prompt von Jöran Muuß-Merholz bearbeitet von Jula Henke, CC0